Deutschland: In der Arktis soll die NATO kooperieren, nicht Gebiete besetzen
Der deutsche Vizekanzler Lars Klingbeil hat den Vereinigten Staaten mitgeteilt, dass die Grundsätze des Völkerrechts für alle gelten – auch für Großmächte. Er reagierte damit auf die Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump über eine mögliche Beschlagnahmung Grönlands.
Er betonte, dass ausschließlich Dänemark und Grönland über dessen Zukunft entscheiden können und dass die Achtung der territorialen Integrität ein Grundprinzip ist. Er wies auch darauf hin, dass die NATO-Verbündeten in der Arktis zusammenarbeiten und nicht miteinander konkurrieren sollten.
Eines der Schlüsselthemen des G7-Gipfels soll der Zugang zu seltenen Mineralien sein, die für Industrie und Verteidigung von strategischer Bedeutung sind.
Laut Klingbeil will Deutschland die internationale Zusammenarbeit intensivieren, damit der Westen weniger von chinesischen Lieferungen abhängig ist. Denn laut Angaben der Internationalen Energieagentur dominiert Peking die Verarbeitung von Lithium, Kobalt, Graphit und Kupfer, was die Risiken für die Lieferketten erhöht.
(reuters, pir)