|   2026-01-20 15:30:58

INSA-Umfrage: Mehrheit der Deutschen sieht Linksextremismus als Sicherheitsrisiko

Die Mehrheit der Deutschen sieht vor allem im Linksextremismus eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Das geht aus einer Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA hervor. Demnach äußern 60 Prozent der Befragten entsprechende Sorgen. 23 Prozent teilen diese Einschätzung nicht, 14 Prozent antworteten mit „weiß nicht“, drei Prozent machten keine Angabe.

Unterschiede zeigen sich nach Geschlecht und Region. Männer nehmen die Bedrohung etwas häufiger wahr als Frauen (62 zu 58 Prozent). In Ostdeutschland ist die Sorge geringfügig stärker ausgeprägt als im Westen (62 zu 59 Prozent).

Deutlich ist der Altersgradient. Während in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen 51 Prozent eine Gefährdung sehen, steigt der Wert mit zunehmendem Alter an. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 56 Prozent, bei den 40- bis 49-Jährigen 58 Prozent, bei den 50- bis 59-Jährigen 64 Prozent. In der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen äußern 63 Prozent Sorgen, bei den über 70-Jährigen 66 Prozent.

Nach Religionszugehörigkeit sorgen sich landeskirchliche Protestanten am häufigsten (65 Prozent), gefolgt von Katholiken (63 Prozent) und Freikirchlern (58 Prozent). Unter Muslimen sehen 44 Prozent eine Gefahr, bei Konfessionslosen sind es 60 Prozent.

Besonders ausgeprägt ist die Wahrnehmung unter Anhängern der AfD (78 Prozent) sowie der CDU/CSU (77 Prozent). Es folgen SPD-Sympathisanten mit 55 Prozent, Wähler der Grünen mit 45 Prozent und der Linken mit 20 Prozent.

Für die Umfrage wurden 2.004 Erwachsene zwischen dem 16. und 19. Januar 2026 befragt.

(INSA/Rare)