|   2026-02-02 18:34:44

Schlag gegen illegale Lieferungen an Russlands Rüstungsindustrie

Die deutschen Behörden haben fünf Personen festgenommen, die verdächtigt werden, ein umfangreiches Netzwerk für illegale Lieferungen an russische Rüstungsunternehmen organisiert zu haben, um damit die nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine verhängten Sanktionen der Europäischen Union zu umgehen.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft handelte es sich um deutsche, russische und ukrainische Staatsangehörige, die in der Hafenstadt Lübeck und Umgebung festgenommen wurden.

Die Ermittlungen gegen fünf weitere Personen, die sich weiterhin auf freiem Fuß befinden, werden fortgesetzt.

Eine Schlüsselrolle soll der deutsch-russische Staatsbürger Nikita S. gespielt haben, der angeblich das Unternehmen kontrollierte, das als Zentrum der gesamten Operation diente. Die Verdächtigen sollen Scheinfirmen, falsche Empfänger innerhalb und außerhalb der EU sowie russische Unternehmen genutzt haben, um den tatsächlichen Warenfluss zu verschleiern.

Die Staatsanwaltschaft schätzt, dass das Netzwerk auf diese Weise seit Februar 2022 etwa 16.000 Lieferungen im Wert von mindestens 30 Millionen Euro auf den Weg gebracht hat.

Die deutschen Behörden ordneten die Einfrierung von Vermögenswerten in entsprechender Höhe an. Die Ermittlungen wurden in Zusammenarbeit mit dem deutschen Nachrichtendienst durchgeführt.

(reuters, pir)