Starmer verschärft seinen Ton: Mandelson sollte das Oberhaus verlassen
Die jüngsten Veröffentlichungen des US-Justizministeriums haben erneut Fragen zum Verhalten des ehemaligen britischen Botschafters in den USA, Peter Mandelson, aufgeworfen, der mit dem Finanzier Jeffrey Epstein in Verbindung gebracht wird.
Den durchgesickerten Unterlagen zufolge soll Mandelson von Epstein Geldgeschenke in Höhe von mehreren Zehntausend Dollar angenommen und ihm gleichzeitig ein vertrauliches Regierungsdokument über die Wirtschaftspolitik der Regierung von Gordon Brown weitergeleitet haben. Mandelson behauptet, sich an keine Zahlungen zu erinnern, und bezeichnet die Vorwürfe als falsch.
Als Reaktion auf die neuen Erkenntnisse trat er aus der Labour-Partei aus, um nach eigenen Angaben weitere Blamagen zu vermeiden. Premierminister Keir Starmer erklärte, Mandelson solle nicht Mitglied des Oberhauses bleiben, obwohl seine formelle Abberufung eine Gesetzesänderung erfordern würde.
Die britische Polizei bestätigte, dass sie mehrere Hinweise auf Verstöße gegen die Regeln für öffentliche Ämter prüft. Der Fall erinnert auch an Mandelsons umstrittene politische Vergangenheit, die von mehreren Rücktritten und Skandalen geprägt ist.
(reuters)