|   2026-02-04 22:31:59

Deutschland: Ein Viertel aller Erwerbstätigen zwischen 55 und 64 Jahre alt

Deutschland hat die älteste Arbeitsbevölkerung in der Europäischen Union, das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer Pressemeldung mitgeteilt. Auf Basis von Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat waren in Deutschland im Jahr 2024 von den rund 40,9 Millionen Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren gut 9,8 Millionen zwischen 55 und 64 Jahre alt. Das entsprach mit 24 Prozent einem Anteil von knapp einem Viertel. Das ist der höchste Wert aller EU-Staaten. EU-weit machten ältere Erwerbstätige mit 20 Prozent rund ein Fünftel der Erwerbstätigen aus.

Nach Deutschland hatte Italien mit 23 Prozent den zweithöchsten Anteil älterer Erwerbstätiger in der EU Anteilig die wenigsten älteren Erwerbstätigen in der EU gab es in Malta, wo mit rund 11 Prozent nur rund jeder neunte Erwerbstätige zwischen 55 und 64 Jahre alt war. Auch in Luxemburg mit knapp 13 Prozent und in Polen mit 15 Prozent machte diese Altersgruppe einen vergleichsweise geringen Anteil an den Erwerbstätigen aus.

Ein entscheidender Grund für den hohen Anteil älterer Erwerbstätiger in Deutschland ist die zunehmende Alterung der Bevölkerung. Darüber hinaus gehen die Erwerbstätigen hierzulande immer später in Rente. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter lag im Jahr 2024 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung bei Altersrenten für Frauen und Männer bei 64,7 Jahren. Nur 20 Jahre zuvor, im Jahr 2004 hatte es für Frauen bei 63,0 Jahren und für Männer bei 63,1 Jahren gelegen. Ein Grund hierfür ist die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre bis zum Jahr 2029. Auch das Auslaufen von zwei Modellen einer vorgezogenen Altersrente, die teilweise schon mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden konnten, spielt bei der Alterung der Erwerbstätigen eine Rolle.

(pw/Destatis)