|   2026-02-05 12:25:34

USA und Iran bestätigen Verhandlungen am Freitag in Oman

Nach Tagen der Unsicherheit haben sich die Vereinigten Staaten und der Iran darauf geeinigt, am Freitag in Oman Verhandlungen zu führen, doch grundlegende Meinungsverschiedenheiten über die Tagesordnung bestehen weiterhin.

Teheran betont wiederholt, ausschließlich über sein Atomprogramm verhandeln zu wollen, das es als friedlich bezeichnet, während Washington eine umfassendere Agenda anstrebt. Diese soll aus amerikanischer Sicht auch das iranische Raketenprogramm, die Unterstützung bewaffneter Gruppen in der Region sowie Fragen zur Behandlung der eigenen Bevölkerung umfassen.

Die USA verstärkten in den vergangenen Wochen ihre militärische Präsenz im Nahen Osten deutlich, Präsident Donald Trump warnte die iranische Führung wiederholt vor schwerwiegenden Folgen, sollten die Verhandlungen zu keinem Ergebnis führen. Zugleich deutete er an, eine militärische Option bleibe möglich.

Die Verlegung der Verhandlungen vom ursprünglich geplanten Istanbul nach Maskat sollte laut iranischen Quellen den Umfang der Gespräche einschränken und an frühere Gespräche anknüpfen, die sich ausschließlich auf die Atomfrage konzentriert hatten.

Iran verspricht sich von den Verhandlungen vor allem eine Lockerung der westlichen Sanktionen, die seiner Wirtschaft erheblich geschadet und zu den jüngsten inneren Unruhen beigetragen haben.

Das Beharren der USA auf einer umfassenderen Agenda könnte jedoch laut Teheran den Beginn des Dialogs gefährden und die Chancen auf Fortschritte verringern.

(reuters, pir)