1.150 Verurteilungen von Nicht-Österreichern wegen schwerer Gewaltverbrechen in 334 Tagen

Die aktuelle Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage liefert neue Fakten zur Debatte um importierte Gewalt.

Auch im Jahr 2025 stark gefordert: Wiener Polizisten im Einsatz. Foto: Matthias Schrader/APA-Images/AP

Auch im Jahr 2025 stark gefordert: Wiener Polizisten im Einsatz. Foto: Matthias Schrader/APA-Images/AP

Wien. Eine aktuelle Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ durch das Justizministerium liefert brisante Daten: Bis Ende November wurden im Vorjahr in Österreich 1.151 Nicht-Österreicher wegen schwerer Gewaltverbrechen rechtskräftig verurteilt.

Somit wurden in nur 334 Tagen 41 Morde, 914 Fälle schwerer Körperverletzung, 68 Vergewaltigungen, 24 Verurteilungen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen, 19 wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen sowie 85 Urteile wegen sexueller Belästigung und öffentlicher geschlechtlicher Handlungen dokumentiert, berichtet Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ).

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz wertet die neue Statistik als Beweis für massive Versäumnisse in der Migrations- und Sicherheitspolitik. Er spricht von einer „eskalierenden Ausländerkriminalität“ und dem „blutigen Gesicht der illegalen Masseneinwanderung“, die von den anderen Parteien jahrelang zugelassen worden sei. Die Leidtragenden, so Schnedlitz, seien die österreichischen Bürger.

Die FPÖ erneuert ihre Forderungen: sofortiger Asylstopp, konsequenter Grenzschutz, beschleunigte und konsequente Abschiebung straffälliger Ausländer sowie die Umsetzung des Konzepts „Festung Österreich“. Scharf kritisiert wird dabei auch Innenminister Gerhard Karner (ÖVP), der "mit medienwirksamen Einzelabschiebungen von Straftätern" Stimmung mache, während die Grenzen nach wie vor unzureichend gesichert seien.

Parlamentarische Anfrage Screenshot
Aus der aktuellen Beantwortung der parlamentarische Anfrage; (Quelle: Screenshot)

Trotz der hohen Zahlen bei schweren Gewaltdelikten zeigt die langfristige Kriminalitätsentwicklung in Österreich offiziell einen Rückgang: Langfristig sinkt die Zahl der gerichtlichen Verurteilungen. Wurden 2001 noch 38.763 Straftäter rechtskräftig verurteilt, waren es im Jahr 2024 27.717, also fast ein Drittel weniger. Dabei wuchs die Bevölkerung seither um etwa 1,1 Millionen Personen.

Unter den im Jahr 2024 Verurteilten war der Großteil (84,5 Prozent) männlich und zum Tatzeitpunkt über 20 Jahre alt (85,6 Prozent). 8,4 Prozent waren zwischen 18 und 20 Jahre alt (junge Erwachsene) und 6,1 Prozent zwischen 14 und 17 Jahre alt (Jugendliche).

Bei den nun veröffentlichten Nationalitäten der im Vorjahr verurteilten Gewaltverbrecher zeigt sich, dass Rumänen und Syrer am häufigsten genannt werden, gefolgt von Serben, Türken, Ungarn und Deutschen. Auch 38 Schweizer wurden im Vorjahr in Österreich als Gewalttäter verurteilt.

Parlamentarische Anfrage Screenshot
Aus der Beantwortung der parlamentarischen Anfrage: die am häufigsten verurteilten nichtösterreichischen Straftäter, gelistet nach Nationalität; (Quelle: Screenshot)

Deutschland hat ähnliche Sorgen

In Deutschland zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 ebenfalls eine deutliche Überrepräsentation nicht-deutscher Tatverdächtiger bei Gewalt- und schweren Straftaten. Ausländer machten bei einem Bevölkerungsanteil von 15 Prozent etwa 42 Prozent der Tatverdächtigen aus. Besonders hoch war der Anteil bei Tötungsdelikten, Vergewaltigungen und schweren Körperverletzungen.

Gleichzeitig ist die Gesamtkriminalität in Deutschland seit Mitte der 2000er-Jahre deutlich zurückgegangen, trotz der stark gestiegenen Zuwanderungszahlen.

Die Gewaltkriminalität sank in den vergangenen zwei Jahrzehnten um 15 Prozent. Experten führen die Überrepräsentation von Nicht-Deutschen in der Kriminalitäts-Statistik vor allem auf demografische Faktoren (junge Männer), sozioökonomische Benachteiligung, auf die Wohnsituation in Ballungsräumen und teilweise auch auf eine höhere Anzeigebereitschaft zurück.

Ist das Problem der importierten Gewalt noch viel größer?

Was die offiziellen Statistiken in Österreich und Deutschland nicht zeigen: Wie viele der verurteilten Gewaltverbrecher und Sexualstraftäter sind erst vor wenigen Monaten oder Jahren zu österreichischen und deutschen Staatsbürgern geworden? In all den Daten zur Kriminalitätsentwicklung wird nicht ausgewiesen, ob Hunderte oder Tausende Syrer und Afghanen, die im Jahr 2025 als Verbrecher verurteilt worden sind, erst kürzlich einen österreichischen oder deutschen Pass bekommen haben, weil sie die Einbürgerungskriterien bereits erfüllen konnten.