Kreml weist Vorwürfe zurück: Epstein kein Agent Moskaus
Der Kreml hat Behauptungen entschieden zurückgewiesen, wonach der verstorbene Finanzier und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als Agent des russischen Geheimdienstes tätig gewesen sein soll.
Der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, reagierte auf Fragen der Nachrichtenagentur Reuters ironisch und erklärte, Moskau habe keinen Grund, Zeit mit Kommentaren zu unbegründeten Spekulationen zu verschwenden.
Die Reaktion kam, nachdem der polnische Ministerpräsident Donald Tusk seine Absicht bekannt gegeben hatte, mögliche Verbindungen Epsteins zu Russland und deren möglichen Einfluss auf Polen zu überprüfen. Gleichzeitig legte er jedoch keine konkreten Beweise vor.
In den westlichen Medien wurde in den vergangenen Tagen darüber spekuliert, ob Epstein kompromittierendes Material für einen ausländischen Geheimdienst gesammelt habe. Russische Vertreter erwiderten, dass die Behauptungen davon ablenken sollten, wie groß der Skandal tatsächlich sei, der ihrer Meinung nach die Heuchelei einflussreicher Kreise in den USA und Europa offenbare.
In den Dokumenten des US-Justizministeriums wird Russland zwar wiederholt erwähnt, zudem ist von Frauen aus Russland in Epsteins Umfeld die Rede, doch Beweise für Spionage gibt es nicht.
Ähnliche Spekulationen existieren es auch im Zusammenhang mit dem Mossad oder der CIA.
(reuters, pir)