Spanien will Social-Media-Verbot trotz Kritik von „Technologie-Oligarchen“ umsetzen
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat deutlich gemacht, dass sich seine Regierung bei dem geplanten Verbot von sozialen Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nicht von den Technologiegiganten unter Druck setzen lassen wird.
Er reagierte damit auf Kritik von Elon Musk und dem Gründer von Telegram, Pavel Durov, die vor Eingriffen in die Meinungsfreiheit und übermäßiger staatlicher Überwachung warnen.
Sánchez bezeichnete sie als „Technologie-Oligarchen“, die seiner Meinung nach Lügen verbreiten und ihre Plattformen nutzen, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Gleichzeitig betonte er, dass Demokratie nicht von den Algorithmen privater Unternehmen gesteuert werden darf.
Die Regierung in Madrid behauptet, dass das Ziel der Regulierung darin besteht, junge Menschen vor Desinformation, Hassreden und schädlichen Inhalten zu schützen und gleichzeitig die öffentliche Kontrolle über den digitalen Raum zu stärken.
(reuters, pir)