|   2026-02-05 21:06:47

Epstein-Files offenbaren Verbindung zu Schweizer Banken-Chefin

Ariane de Rothschild, Chefin der Schweizer Privatbank Edmond de Rothschild, hat laut Unterlagen des US-Justizministeriums mehrfach mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein korrespondiert. Sie stimmte auch mehreren Treffen etwa fünf Jahre vor seiner Verhaftung im Jahr 2019 zu.

Die in den letzten Tagen veröffentlichten Dokumente enthalten keine Hinweise auf eine Straftat, werfen jedoch Fragen über die Art der Beziehung zwischen den beiden Personen auf.

Aus der Korrespondenz geht hervor, dass sie über mehrere Jahre hinweg Treffen in Epsteins Immobilien in New York und Paris vereinbarten. Epstein lud de Rothschild wiederholt ein, in seiner Wohnung zu übernachten.

Im März 2019, vier Monate vor seiner Verhaftung, tauschten sie Nachrichten darüber aus, dass sie sich beide in Paris befanden, und vereinbarten ein Treffen für den nächsten Tag. Es ist jedoch nicht bekannt, ob diese Treffen tatsächlich stattgefunden haben.

Ein Sprecher der Bank erklärte, Epstein sei von 2013 bis 2019 ein Geschäftspartner von Rothschild gewesen und sie habe keine Kenntnis von seinen Straftaten gehabt. Die Bank verurteilte sein Verhalten und seine Verbrechen eindeutig, lehnte es jedoch ab, sich zu konkreten Korrespondenzen zu äußern.

Die veröffentlichten Dokumente erweitern die Liste der öffentlich bekannten Persönlichkeiten, die zu Epsteins sozialem Umfeld gehörten. Der Amerikaner wurde 2019 wegen Handels mit Minderjährigen zu sexuellen Zwecken angeklagt. Anschließend starb er in New York in Haft, sein Tod wurde als Selbstmord eingestuft.

(reuters, max)