|   2026-02-06 07:05:28

Mexiko sucht nach Weg, Kuba trotz Zolldrohung der USA mit Treibstoff zu versorgen

Mexikanische Vertreter erwägen Möglichkeiten, wie sie Kuba mit Treibstoff versorgen können, um grundlegende Bedürfnisse wie Stromerzeugung und Transport zu decken und gleichzeitig Vergeltungsmaßnahmen seitens der Vereinigten Staaten zu vermeiden.

Washington hat jenen Ländern, die Öl auf die Karibikinsel liefern, mit Zöllen gedroht. Laut Quellen führen hochrangige mexikanische Vertreter Verhandlungen mit ihren amerikanischen Partnern, um eine klarere Auslegung des Umfangs der Zollandrohungen zu erhalten, die Präsident Donald Trump in seiner Durchführungsverordnung angedeutet hat.

Trump erklärte am Montag, dass Mexiko die Öllieferungen nach Kuba einstellen werde, ohne jedoch näher auf die Gründe dafür einzugehen. Kuba muss etwa zwei Drittel seines Energiebedarfs durch Importe decken und sieht sich mit umfangreichen Stromausfällen und langen Schlangen an den Tankstellen konfrontiert.

Die Lieferungen von venezolanischem Öl wurden nach den Maßnahmen der USA gegen venezolanische Tanker und nach der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro im Januar eingestellt, wodurch Mexiko zum Hauptlieferanten von Kraftstoff für Kuba wurde. Mitte Januar wurden jedoch die Lieferungen von Öl und raffinierten Produkten unter dem Druck der USA ausgesetzt.

Die kubanische Regierung kündigte die Ausarbeitung eines Plans für den Fall einer akuten Kraftstoffknappheit an, während UN-Generalsekretär António Guterres vor dem Risiko eines humanitären Zusammenbruchs warnte.

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum betonte, dass die Einführung von Zöllen eine schwere humanitäre Krise auf der Insel auslösen könnte.

(reuters, max)