USA und Iran treten in Verhandlungen über Teherans Atomprogramm
Iran und die Vereinigten Staaten treffen sich am Freitag in Oman zu Gesprächen über das Atomprogramm Teherans. Grundlegende Differenzen zwischen beiden Seiten lassen jedoch vermuten, dass ein Durchbruch äußerst schwierig sein wird.
Washington möchte, dass die Gespräche nicht nur das Atomprogramm, sondern auch die iranischen ballistischen Raketen, die Unterstützung bewaffneter Gruppen in der Region und die Menschenrechtslage umfassen. Teheran besteht darauf, dass sich die Verhandlungen ausschließlich auf nukleare Fragen beziehen sollen.
Der iranische Außenminister Abbas Arakchi erklärte, dass der Iran „in gutem Glauben” in die Diplomatie eintrete, betonte jedoch die Notwendigkeit gegenseitigen Respekts und der Einhaltung von Verpflichtungen.
Die Spannungen werden auch durch die jüngsten Ereignisse verschärft: Im Juni griffen die USA nach einer israelischen Bombardierungskampagne iranische Nuklearziele an, und kurz vor den aktuellen Verhandlungen kündigte der Iran den Einsatz einer neuen Langstreckenrakete an.
Teheran hat eine gewisse Flexibilität in der Frage der Urananreicherung signalisiert, einschließlich der Möglichkeit, Bestände an hochangereichertem Uran zu übergeben, betrachtet jedoch sein Recht auf Anreicherung als nicht verhandelbar.
US-Präsident Donald Trump warnte gleichzeitig, dass im Falle eines Scheiterns der Diplomatie „schlimme Dinge passieren" würden, womit er das Risiko einer weiteren militärischen Eskalation im Nahen Osten erhöht hat.
(reuters, max)