|   2026-02-06 13:16:16

Boxer Khelif gibt männliche Chromosomen und Hormon-Behandlung vor Olympia zu

Der algerische Boxer Imane Khelif geriet nach seinem Goldmedaillengewinn in der Frauenklasse bis 66 Kilogramm bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris ins Zentrum heftiger Kritik. Weltweit entbrannte damals die Debatte, wieso er in der Frauenklasse mitboxen darf, und damit die Fairness im Sport ausgeschaltet worden war. Das Olympische Kommitee verfolgte bei den Olympischen Spielen in Paris die Doktrin, wonach das Geschlecht eines Sportlers nicht mehr wie früher durch einen einfachen Speicheltest überprüft werden musste, sondern sich allein auf den Selbstangaben und somit der Identifikation der Sportler begründet. Khelif beanspruchte, eine Frau zu sein, was nicht nur von den anderen Sportlerinnen, sondern auch weltweit in einer öffentlichen Debatte angezweifelt wurde.

In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview gab er nun zu, dass er männliche Hormone und eine für das männliche Geschlecht typische genetische Ausstattung hat, sich aber dennoch als Mädchen betrachtet.

Chalíf bestätigte, dass er das SRY-Gen auf dem Y-Chromosom hat, das mit männlichen biologischen Merkmalen in Verbindung gebracht wird. Gleichzeitig gab er an, dass er vor dem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele eine Hormonbehandlung zur Senkung seines Testosteronspiegels absolviert habe, den er nach eigenen Angaben auf Null gesenkt habe. Der gesamte Prozess sollte unter der Aufsicht von Ärzten und Experten stattfinden.

„Ich bin keine Transfrau. Ich bin als Mädchen erzogen worden, und so kennen mich auch die Menschen in meinem Dorf“, erklärte der Boxer.

Chalíf ist bereit, sich den von der World Boxing Organisation eingeführten obligatorischen Geschlechtstests zu unterziehen, und plant, 2028 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles anzutreten.

(est)