|   2026-02-06 20:05:28

Erstanträge auf Asyl in Deutschland im Jahresvergleich stark zurückgegangen

Deutschland verzeichnete zu Beginn des Jahres 2026 einen deutlichen Rückgang der Zahl der Erstanträge auf Asyl. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums, über die die Bild-Zeitung berichtet, stellten im Januar dieses Jahres 7.649 Personen einen Erstantrag auf Asyl, das sind 48,7 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres (14.920).

Der erste Antrag betrifft Personen, die noch nie ein Asylverfahren in Deutschland durchlaufen haben.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bezeichnete diese Entwicklung als Bestätigung für die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen. Seiner Meinung nach belegen die Zahlen, dass „die Wende in der Migration anhält” und dass die Kontrolle über die Migration allmählich wiederhergestellt wird.

Der Rückgang wird auch durch umfassendere Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge bestätigt. Im Jahr 2025 wurden 113.236 Erstanträge auf Asyl gestellt, was einem Rückgang von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Gesamtzahl der Anträge, einschließlich Folgeanträge, belief sich auf 168.543, also fast ein Drittel weniger als im Jahr 2024.

Die CDU/CSU warnt jedoch vor voreiliger Euphorie und fordert die Fortsetzung der strengen Grenzkontrollen. Diese sind derzeit an allen Landgrenzen bis mindestens März 2026 eingeführt.

(max)