Am Tag nach der Eröffnung der Olympischen Spiele wird aus Mailand über Proteste berichtet
In Mailand werden am Samstag Tausende Menschen zu einer Demonstration erwartet, um auf die steigenden Wohnkosten und die sich verschlechternde Verfügbarkeit von Wohnraum in den Städten aufmerksam zu machen. Der Protest findet am ersten Tag der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina statt.
Sie wird von lokalen Gewerkschaften, Gruppen, die für das Recht auf Wohnen kämpfen, und Aktivisten aus Gemeindezentren organisiert. Nach Angaben der Organisatoren soll die Demonstration auf das zunehmend unhaltbare Modell der Stadt aufmerksam machen, das sich in einem starken Anstieg der Mieten und einer zunehmenden sozialen Ungleichheit äußert.
Die Olympischen Spiele seien der Höhepunkt eines Jahrzehnts des Immobilienbooms, den Mailand nach der Expo 2015 erlebt habe. Der Anstieg der Wohn- und Lebenshaltungskosten sei auch durch Steuervergünstigungen für wohlhabendere Neuzugezogene und den Zuzug von Fachkräften in das Finanzzentrum der Stadt beeinflusst worden.
Die Polizei schätzt die Teilnehmerzahl auf mehr als dreitausend Personen. Der Marsch beginnt um 15 Uhr auf der Piazza Medaglie d'Oro und soll nach fast vier Kilometern im Stadtteil Corvetto, einem traditionellen Arbeiterviertel der Stadt, enden.
(reuters, max)