|   2026-02-07 21:19:35

Die Clintons fordern öffentliche Anhörung zu Epstein im Repräsentantenhaus

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat die Vorwürfe der Republikaner im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses im Zusammenhang mit der Untersuchung des Falls Jeffrey Epstein zurückgewiesen und eine öffentliche Anhörung gefordert. Das berichtet ABC News.

Er werde nicht tatenlos zusehen, wie er in einem, wie er es nannte, „geschlossenen Känguru-Gericht” missbraucht werde, und erklärte, wenn die Abgeordneten Antworten wollten, sollten öffentliche Anhörungen stattfinden, bei denen auch die Öffentlichkeit zuhören könne. Er betonte, dass ein transparentes Verfahren seiner Meinung nach der einzig richtige Weg sei.

Bill und Hillary Clinton hatten Anfang Februar noch zugestimmt, hinter verschlossenen Türen befragt zu werden, nachdem ihnen der von den Republikanern geführte Ausschuss mit einer Anklage wegen Missachtung des Kongresses gedroht hatte, weil sie den Vorladungen nicht nachgekommen waren.

Der Vorsitzende des Ausschusses, James Comer, gab bekannt, dass die Aussage von Hillary Clinton für den 26. Februar geplant ist. Ihr Ehemann soll am nächsten Tag vor dem Ausschuss aussagen.

Die Untersuchung knüpft an die kürzliche Veröffentlichung von Millionen von Dokumenten durch das US-Justizministerium an, die Epsteins Kontakte zu einflussreichen Persönlichkeiten aus Politik, Finanzwesen, Wissenschaft und Wirtschaft vor und nach seinem Geständnis wegen Prostitution im Jahr 2008 belegen.

Bill Clinton merkte an, dass er zwar in der Vergangenheit mehrmals mit Epsteins Flugzeug gereist sei, aber nach eigenen Angaben nichts von dessen kriminellen Aktivitäten gewusst habe.

(max)