Japanische „Eiserne Lady“ erringt historischen Wahlsieg
Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi hat bei der vorgezogenen Unterhauswahl am 8. Februar 2026 einen historischen Sieg errungen: Ihre Liberaldemokratische Partei gewann 316 der 465 Sitze.
Zusammen mit der Koalitionspartei Japanische Innovationspartei verfügt sie über eine verfassungsmäßige Zweidrittelmehrheit, was ihr die Durchsetzung von Reformen erheblich erleichtern wird.
Sanae Takaichi, die erste Frau an der Spitze Japans, hat sich durch ihre Geradlinigkeit, ihren Fokus auf Sicherheit und ihre Versprechen zur Senkung der Steuern, insbesondere auf Lebensmittel, Popularität verschafft. Genau diese Wirtschaftspläne haben jedoch die Finanzmärkte beunruhigt, die Auswirkungen auf die ohnehin schon hohe Staatsverschuldung befürchten.
Die Wahlen fanden unter extremen Wetterbedingungen statt, aber die hohe Wahlbeteiligung deutete auf eine starke Unterstützung für die Premierministerin hin.
Ihr Sieg wurde sowohl von den USA als auch von Taiwan begrüßt, während China zurückhaltend reagierte, insbesondere aufgrund von Takachis harter Haltung in der Taiwan-Frage und der Stärkung der Verteidigung.
(reuters, pir)