Ukraine löst Internationale Legion auf – ausländische Kämpfer üben Kritik
Ende 2025 hat die Ukraine die Internationale Legion, in der seit Beginn der russischen Invasion ausländische Freiwillige gekämpft hatten, faktisch aufgelöst.
Die Einheit war von Präsident Wolodymyr Selenskyj kurz nach Beginn der russischen Invasion 2022 gegründet worden. Ihre Mitglieder werden nun in reguläre Armeeverbände versetzt. Laut Le Monde und dem polnischen Portal DoRzeczy landen viele von ihnen in Einheiten, die in besonders gefährlichen Kampfhandlungen eingesetzt werden.
Viele Legionäre kritisieren die Entscheidung aus Kiew und bezeichnen sie als demoralisierend. Sie berichten von schlechteren Bedingungen, unzureichender Ausbildung und Kommunikationsproblemen in den neuen Einheiten.
Einige ausländische Kämpfer kündigen daher ihre Verträge und verlassen die Armee. Auch der Stabschef eines Legion-Bataillons äußerte Kritik und sprach von einem strategischen Fehler sowie einer Verschwendung der Erfahrung der Spezialeinheit. Der ukrainische Generalstab äußerte sich bislang nicht offiziell zu der Entscheidung.
(mja)