Weißes Haus löscht Vance-Beitrag zum armenischen Völkermord
Das Weiße Haus hat einen Beitrag auf dem Account von US-Vizepräsident JD Vance gelöscht. Darin waren die Massaker an den Armeniern im Jahr 1915 während seines Besuchs in Armenien als Völkermord bezeichnet worden. Nach Angaben der Regierung handelte es sich um einen Fehler von Mitarbeitern. Vance selbst habe den Begriff in öffentlichen Äußerungen nicht verwendet.
Der Vorfall sorgte auch deshalb für Aufsehen, weil die Türkei – ein NATO-Verbündeter der USA – die Einstufung als systematischen Völkermord ablehnt und Washington unter Präsident Donald Trump die Bezeichnung ebenfalls meidet.
In Eriwan legte Vance einen Kranz am Denkmal für die Opfer nieder und unterzeichnete ein Kooperationsabkommen, das unter anderem den möglichen Bau eines Kernkraftwerks vorsieht. Anschließend reiste er nach Aserbaidschan weiter, wo er ein strategisches Partnerschaftsabkommen schloss.
Ziel der Reise war es, die Friedensgespräche zwischen Armenien und Aserbaidschan zu unterstützen. Die Löschung des Beitrags stieß jedoch sowohl bei Demokraten als auch bei Vertretern der armenischen Diaspora in den USA auf Kritik.
(reuters, mja)