Lawrow koppelt Atomobergrenzen an Verhalten der USA
Russland hat angekündigt, die aus dem ausgelaufenen Atomwaffenvertrag New START resultierenden Beschränkungen weiterhin einzuhalten – vorausgesetzt, die Vereinigten Staaten verfolgen denselben Ansatz.
Außenminister Sergej Lawrow erklärte in der Staatsduma, das russische Moratorium bleibe in Kraft, jedoch nur so lange, bis Washington die ursprünglich vereinbarten Obergrenzen für strategische Raketen und Sprengköpfe überschreitet.
Der Vertrag aus dem Jahr 2010 lief am 5. Februar aus. Damit stehen Washington und Moskau erstmals seit mehr als 50 Jahren ohne verbindliche Begrenzungen ihrer Atomarsenale da.
US-Präsident Donald Trump lehnte den russischen Vorschlag für eine vorübergehende Verlängerung des Abkommens ab und verwies auf die Notwendigkeit eines „neuen und modernisierten“ Vertrags.
Analysten warnen, die Entwicklung könne nicht nur ein Wettrüsten zwischen den USA und Russland beschleunigen, sondern auch die strategische Rivalität mit China verschärfen. Zugleich scheint sich Moskau angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine der finanziellen Risiken eines solchen Kurses bewusst zu sein.
(reuters, pir)