|   2026-02-11 17:57:56

Portugal kämpft nach schweren Stürmen mit Überschwemmungen – Tausende evakuiert

Nach mehreren schweren Stürmen bleibt die Lage in Portugal angespannt. Heftiger Regen hat in Teilen des Landes zu Überschwemmungen geführt. Ursache ist ein sogenannter „atmosphärischer Fluss“, der große Niederschlagsmengen bringt.

Besonders betroffen ist die Region um die historische Stadt Coimbra. Wegen der Gefahr, dass der Fluss Mondego übertritt und auch der Aguieira-Damm überlastet wird, evakuierten die Behörden rund 3.000 Menschen.

Seit Ende Januar kamen durch die Stürme mindestens 15 Menschen ums Leben, zudem wurden Infrastruktur beschädigt und Hunderttausende zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten.

In Coimbra stürzte ein Teil der alten Stadtmauer ein, Straßen wurden gesperrt und der Markt geschlossen. Auch in Porto Brandão und im Küstengebiet von Caparica mussten Menschen wegen Erdrutschgefahr ihre Häuser verlassen.

Die Krise hat politische Folgen: Nach Kritik am Krisenmanagement trat Innenministerin Maria Lúcia Amaral zurück. Premierminister Luís Montenegro reiste in die betroffenen Gebiete, um die Hilfsmaßnahmen zu überwachen.

Meteorologen führen die extremen Wetterlagen auf mehrere aufeinanderfolgende Stürme zurück, darunter „Leonardo“, der bereits zuvor schwere Schäden auf der Iberischen Halbinsel verursacht hatte.

(reuters, pir)