Russischer Nachtangriff auf Kiew und Odessa: Hunderttausende ohne Strom
Ein russischer Nachtangriff hat mehrere ukrainische Städte getroffen. Im südukrainischen Odessa waren danach fast 300.000 Menschen ohne Strom und Wasserversorgung, teilte der ukrainische Vizepremier Oleksij Kuleba am Donnerstag mit. Zudem seien in der Stadt rund 200 Gebäude ohne Heizung gewesen. Auch in Dnipro blieben rund 10.000 Haushalte ohne Wärme.
Das größte private Energieunternehmen des Landes erklärte, Russland habe in der Nacht ein Wärmekraftwerk angegriffen und technische Anlagen erheblich beschädigt. Nach Unternehmensangaben war es bereits der elfte massive Angriff auf seine Kraftwerke seit Oktober 2025.
Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe 24 ballistische Raketen sowie eine Lenkwaffe abgefeuert und 219 Drohnen eingesetzt. Die Luftabwehr habe 16 Raketen und 197 Drohnen abgeschossen oder unschädlich gemacht. Hauptziele seien Kiew, Charkiw, Dnipro und Odessa gewesen.
In Kiew fiel nach dem Angriff in vier Stadtteilen auf beiden Seiten des Flusses in fast 2.600 Wohnhäusern die Heizung aus, erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko. Weitere mehr als 1.100 Gebäude waren bereits infolge früherer Angriffe ohne Wärme.
(reuters, lud)