USA übergeben Stützpunkt in Syrien an Damaskus
Die US-Armee hat am Donnerstag den Abzug aus dem strategisch wichtigen Stützpunkt al-Tanf im Süden Syriens abgeschlossen und die Anlage an syrische Regierungstruppen übergeben. Der Schritt gilt als weiteres Zeichen einer Annäherung zwischen Washington und Damaskus und könnte auf einen umfassenderen Rückzug der US-Truppen aus Syrien hindeuten.
Der Stützpunkt liegt im Grenzgebiet zu Jordanien und dem Irak. Die USA errichteten ihn 2014 während des syrischen Bürgerkriegs als Operationszentrum der internationalen Koalition gegen den Islamischen Staat, der 2019 militärisch besiegt wurde.
Später entwickelte sich der Standort zu einem wichtigen Vorposten zur Eindämmung iranischen Einflusses, da er an einer strategischen Route zwischen Damaskus und Teheran liegt.
Nach dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad im Dezember 2024 haben sich die Beziehungen jedoch grundlegend verändert. Syrien trat im November vergangenen Jahres nach Gesprächen zwischen Präsident Ahmed al-Sharif und Donald Trump der Koalition gegen die verbliebenen IS-Strukturen bei.
Das US-Zentralkommando bestätigte die Übergabe der Basis und erklärte, man bleibe bereit, auf Bedrohungen durch den IS zu reagieren. Nach Angaben aus Reuters-Kreisen werden die Soldaten nach Jordanien verlegt. Der Abzug könnte ein Vorzeichen für einen breiteren Rückzug sein. Zugleich reduzieren die USA bereits ihre Rolle bei der Bewachung von Gefängnissen mit IS-Kämpfern.
(reuters, est)