Kreml schlägt Dollar-Rückkehr für mögliches Abkommen mit den USA vor
Laut Bloomberg hat der Kreml ein Memorandum vorbereitet, das Optionen für eine umfassende wirtschaftliche Partnerschaft mit der Regierung von Donald Trump nach einem möglichen Ende des Krieges in der Ukraine skizziert. Das Papier nennt sieben Bereiche, in denen sich wirtschaftliche Interessen Russlands und der USA annähern könnten.
Dazu zählen unter anderem Kooperationen bei fossilen Energieträgern, gemeinsame Investitionen in Öl, Gas und kritische Rohstoffe sowie mögliche Einnahmen für amerikanische Unternehmen.
Als Kernpunkt gilt eine Rückkehr Russlands zum Dollar-Abrechnungssystem. Das wäre eine deutliche Kehrtwende gegenüber den bisherigen Bemühungen Moskaus, die Abhängigkeit von der US-Währung zu verringern. Washington hatte zuvor signalisiert, eine schrittweise Lockerung der Sanktionen könne Teil eines Friedensabkommens sein.
Westliche Vertreter, die mit dem Dokument vertraut sind, halten es allerdings für unwahrscheinlich, dass sich Moskau von China abwendet. Peking ist seit der Verhängung westlicher Sanktionen zu einem zentralen Partner Russlands geworden.
Nach Darstellung des Memorandums könnte eine Rückkehr zum Dollar helfen, Russlands Zahlungsbilanz zu stabilisieren und den Devisenmarkt zu erweitern. Für die USA wiederum würde ein solcher Schritt die Rolle des Dollars als globale Reservewährung stärken und könnte zu einem Ausgleich der Energiepreise zwischen China und den Vereinigten Staaten beitragen.
(max)