|   2026-02-13 09:36:36

Starmer drängt auf gemeinsame Waffenbeschaffung mit Verbündeten

Der britische Premierminister Keir Starmer will eine multinationale Verteidigungsinitiative vorantreiben, die eine gemeinsame Waffenbeschaffung ermöglichen und die Kosten der Aufrüstung senken soll. Das berichtete die Financial Times unter Berufung auf britische Regierungsvertreter.

Den Vorschlag will Starmer am Wochenende auf der Münchner Sicherheitskonferenz vorstellen und dort zu einer engeren Zusammenarbeit mit westlichen Verbündeten im Verteidigungsbereich aufrufen.

Nach Angaben aus Downing Street wird der Premierminister in München mehrere europäische Staats- und Regierungschefs treffen, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. In seiner Rede am Samstag will er zudem seine Vorstellungen zur künftigen europäischen Verteidigungs- und Sicherheitsarchitektur darlegen.

Bereits Anfang des Monats bestätigte Starmer, dass seine Regierung eine Teilnahme an einem zweiten EU-Fonds für Verteidigungsprojekte im Wert von mehreren Milliarden Euro prüft. Die Europäische Kommission erwägt eine Neuauflage des SAFE-Kreditsystems als Reaktion auf die Bedrohung durch Russland und die Unsicherheit über die Sicherheitszusagen der USA unter Präsident Donald Trump.

Großbritannien hatte zuvor versucht, sich dem ursprünglichen SAFE-Fonds mit einem Volumen von 150 Milliarden Euro anzuschließen. Die Gespräche scheiterten jedoch an finanziellen Differenzen: Die EU forderte einen deutlich höheren Beitrag, als London zu zahlen bereit war. Damit kam keine Einigung über die Beteiligungsbedingungen zustande.

(reuters, max)