Deutschland erwägt Kauf polnischer Flugabwehrsysteme
Deutschland hat vorläufiges Interesse am Kauf des polnischen tragbaren Flugabwehrsystems Piorun bekundet. Das erklärte der stellvertretende polnische Verteidigungsminister Cezary Tomczyk und wertete es als Beleg für das wachsende Ansehen der polnischen Rüstungsindustrie. Eine offizielle Bestätigung aus Berlin liegt bislang nicht vor.
Polen plant, in diesem Jahr rund 200 Milliarden Zloty (rund 47 Milliarden Euro) für die Verteidigung auszugeben, was etwa fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Damit reagiert das Land auf die anhaltende Bedrohung durch Russland im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.
Ein Teil der Mittel soll in die Modernisierung der Streitkräfte fließen. Gleichzeitig baut Warschau die heimische Produktion aus und setzt verstärkt auf Waffenexporte.
Das von den Unternehmen Mesko und Jelcz hergestellte System Piorun ist zur Bekämpfung niedrig fliegender Ziele ausgelegt und wird auch von den ukrainischen Streitkräften eingesetzt. Nach Schweden, das im vergangenen Jahr einen Kauf im Wert von mehr als 320 Millionen Dollar angekündigt hatte, könnte Deutschland ein weiterer wichtiger Kunde werden.
(reuters, mja)