Messerattentat auf Polizei in Paris - Täter stand bereits als Gefährder unter Beobachtung
Am Freitagabend griff ein Mann unter dem Triumphbogen im Zentrum von Paris Polizisten mit einem Messer an und starb später im Krankenhaus an Schussverletzungen, nachdem die Polizei eingegriffen hatte. Der Angreifer wurde als Brahim Bahri identifiziert, ein französischer Staatsbürger, geboren 1978.
Der Vorfall ereignete sich während einer Zeremonie am Grabmal des unbekannten Soldaten, als Polizisten eine Flamme entzündeten. Bahrir bedrohte Mitglieder der Ehrengarde, wobei einer von ihnen leichte Verletzungen durch das Messer erlitt. Der Angreifer trug auch eine Schere als Waffe bei sich.
Die Ermittlungen wurden von der nationalen Staatsanwaltschaft für Terrorismusbekämpfung übernommen. Die Behörden untersuchen ein mögliches terroristisches Motiv und prüfen, ob Bahrir einer terroristischen Organisation angehörte. Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Vorfall im Netzwerk X als islamistischen Terroranschlag und lobte die Gendarmen für ihr entschlossenes Eingreifen.
Die Sicherheitsbehörden führten Bahrir als radikalisiert und setzten ihn auf die Beobachtungsliste. Laut einer Quelle der AFP rief er kurz vor dem Angriff die Polizeistation in seinem Wohnort an und erklärte, er werde ein „Massaker“ verüben.
In Belgien wurde er wegen versuchten Mordes, Terrorismus und weiterer Taten nach einem Angriff auf Polizisten im Jahr 2012 zu 17 Jahren Haft verurteilt. Später wurde er nach Frankreich überstellt, Ende Dezember jedoch wieder freigelassen. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis stand er unter gerichtlicher Aufsicht.
(reuters, afp, dpa, lud)