Vereitelter Terroranschlag auf Juden: Islamisten in England zu langen Haftstrafen verurteilt
Ein britisches Gericht hat am Freitag zwei Männer zu Haftstrafen verurteilt, die laut Staatsanwaltschaft einen von der Terrororganisation Islamischer Staat inspirierten Anschlag auf die jüdische Gemeinde in England geplant hatten.
Walid Saadaoui (38) und Amar Hussein (52) planten laut Ermittlern eine Massenerschießung in Manchester und wollten mit automatischen Waffen so viele Juden wie möglich töten.
Richter Mark Wall bezeichnete den Plan als einen der potenziell blutigsten Terroranschläge auf britischem Boden. Saadaoui hatte sich laut Gericht zwei Sturmgewehre, eine automatische Pistole und fast 200 Schuss Munition beschafft, die er über den Hafen von Dover nach Großbritannien schmuggeln wollte. Er plante, weitere Waffen und mindestens 900 Schuss Munition zu beschaffen.
Die Behörden deckten den Plan dank eines verdeckten Ermittlers auf, der sich als Waffenlieferant ausgab. Der Richter erklärte, dass die Angeklagten „sehr kurz davor standen“, den Anschlag auszuführen.
Saadaoui muss mindestens 37 Jahre und Hussein mindestens 26 Jahre verbüßen, bevor sie eine Bewährungsstrafe beantragen können. Saadaouis Bruder Bilel wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt, weil er Informationen über Terrorismus nicht gemeldet hatte.
(reuters, lud)