|   2026-02-14 23:26:55

Moskau weist neue Vorwürfe im Fall Nawalny zurück

Russland hat die jüngsten Vorwürfe wegen der Ermordung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny zurückgewiesen und sie als „westliche Propagandafälschung“ bezeichnet.

Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte laut der Agentur TASS, dass Moskau sich erst nach Veröffentlichung der Testergebnisse näher dazu äußern werde. Bis dahin handele es sich ihrer Meinung nach nur um Propaganda, die davon ablenken solle, dass der Westen Probleme habe.

Das Vereinigte Königreich, Frankreich, Deutschland, Schweden und die Niederlande erklärten in einer gemeinsamen Erklärung, dass sie überzeugt seien, dass Nawalny mit einem tödlichen Gift vergiftet worden sei. Zu diesem Schluss kamen sie aufgrund der Analyse von Proben, die nach seinem Tod in einer Strafkolonie vor zwei Jahren entnommen worden waren.

Laut der in London veröffentlichten Erklärung bestätigten die Tests das Vorhandensein von Epibatidin – einem starken Giftstoff, der in giftigen Fröschen in Südamerika vorkommt und in Russland nicht natürlich vorkommt. Die fünf Länder äußerten gleichzeitig ihre Besorgnis darüber, dass Russland nicht alle seine Chemiewaffenbestände vernichtet habe.

(reuters, lud)