Pjöngjang stellt Wohnungen für Familien der Gefallenen im Ukraine-Krieg
Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un hat in Pjöngjang ein neues Wohnviertel für Familien von Soldaten eröffnet, die bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommen sind. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA soll das Projekt den „Geist und die Opferbereitschaft“ der Gefallenen symbolisieren und ihren Angehörigen zumindest einen kleinen Trost spenden.
Kim erklärte, er habe versucht, den Bau zu beschleunigen, damit die Familien so schnell wie möglich in ihre neuen Häuser einziehen und stolz auf ihre Söhne und Ehemänner sein können.
Auf den veröffentlichten Fotos wird er von seiner Tochter Kim Ju-e begleitet, die in den letzten Jahren immer häufiger an seiner Seite zu sehen ist. Es scheint, dass das Regime ihr öffentliches Profil nach und nach stärkt, was Spekulationen über eine mögliche Nachfolge anheizt.
Die Öffnung erfolgt vor dem Parteitag der Arbeiterpartei und zu einem Zeitpunkt, zu dem Nordkorea nach verfügbaren Angaben etwa 14.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine entsandt hat. Mehr als 6.000 von ihnen sollen gefallen sein.
(reuters, pir)