|   2026-02-03 08:18:56

Abzug von Ryanair: Flughafen Wien-Schwechat könnte eine Million Fluggäste verlieren

Die Ankündigung von Ryanair, im kommenden Sommerflugplan fünf Flugzeuge vom Flughafen Wien-Schwechat abzuziehen, neun Strecken zu streichen und das Sitzplatzangebot um eine Million Plätze zu reduzieren, sorgt für neue Diskussionen über die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich. Die Billig-Fluglinie begründet den Schritt mit gestiegenen Kosten und ungünstigen Rahmenbedingungen.

Wirtschaftsvertreter werten die Entscheidung als Warnsignal: Weniger Flugverbindungen könnten nicht nur den Wettbewerb im Luftverkehr einschränken, sondern auch Auswirkungen auf Tourismus, Handel und exportorientierte Unternehmen haben - für einen international vernetzten Standort sei eine leistungsfähige und leistbare Verkehrsinfrastruktur von zentraler Bedeutung.

Kritik kommt unter anderem von der Freiheitlichen Wirtschaft: Sie sieht die Ursachen in hohen Steuern und Abgaben, zusätzlichen Gebühren sowie steigenden Lohnnebenkosten. Auch eine aus ihrer Sicht zu starke Bürokratie belaste Unternehmen zunehmend und erschwere Investitionen.

Bundesobmann Matthias Krenn spricht von einem deutlichen Standortproblem und fordert strukturelle Reformen. Ohne spürbare Entlastungen für Betriebe und eine klarere wirtschaftspolitische Ausrichtung drohe Österreich, weiter an Attraktivität zu verlieren. Die Entscheidung Ryanairs könnte daher auch über die Luftfahrt hinaus Signalwirkung entfalten.