Trump bestreitet Zugeständnisse an Harvard und fordert Entschädigung in Milliardenhöhe
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, seine Regierung fordere von der Harvard-Universität eine Milliarde Dollar als Vergleich im Rahmen der bundesweiten Ermittlungen zur Hochschulpolitik. Trotz monatelanger Verhandlungen wurde bislang keine endgültige Einigung zwischen Regierung und Universität erzielt.
Trump drohte gleichzeitig mit einer weiteren Zurückhaltung von Bundesmitteln für Harvard und andere Universitäten.
Die Regierung begründet ihr Vorgehen mit Fragen rund um pro-palästinensische Proteste gegen den Krieg im Gazastreifen, mit Diversitätspolitik an Hochschulen sowie mit Themen der Transgender-Politik. Trump betonte wiederholt, Harvard und andere Universitäten hätten während der Proteste antisemitische Äußerungen toleriert.
Der US-Präsident reagierte auf einen Bericht der New York Times, wonach die Regierung von ihren finanziellen Forderungen abrücken wolle. Er dementierte diese Darstellung. Bereits im September hatte er angekündigt, eine Einigung stehe kurz bevor und solle eine Zahlung von 500 Millionen Dollar seitens Harvard beinhalten.
Die Universität Harvard äußerte sich zunächst nicht zu den Aussagen. Bereits im vergangenen Jahr hatte sie die Regierung verklagt. Ein Gericht entschied daraufhin, dass einige Zuschüsse rechtswidrig gestrichen worden waren. Inzwischen haben mehrere Ivy-League-Universitäten Vereinbarungen mit der Regierung getroffen und Zahlungen zugestimmt.
(reuters, max)