Mord an Kirk: Verteidigung wirft Generalstaatsanwalt Interessenkonflikt vor
Die Anwälte des wegen Mordes an dem konservativen Aktivisten Charlie Kirk angeklagten Mannes haben am Dienstag beantragt, das Verfahren wegen eines mutmaßlichen Interessenkonflikts einzustellen. Sie argumentieren, die Tochter des Generalstaatsanwalts sei unmittelbare Zeugin der Schießerei gewesen.
Die Verteidigung betonte in ihren Schriftsätzen, dass die Entscheidung des zuständigen Bezirksstaatsanwalts, kurz nach der Tat die Todesstrafe zu beantragen, von einer starken emotionalen Beteiligung zeuge, die ihrer Meinung nach auf die Anwesenheit der Tochter des Generalstaatsanwalts am Tatort zurückzuführen sei.
Die Staatsanwaltschaft weist jegliche Vorwürfe der Befangenheit zurück und erklärte, die Tochter des Generalstaatsanwalts sei lediglich eine von vielen Personen in der Menschenmenge gewesen und werde nicht vernommen.
Während der Verhandlung wollen die Staatsanwälte ein Video der Tat zeigen, was die Verteidigung mit der Begründung ablehnt, es handle sich um explizites Material, das das Recht des Angeklagten auf ein faires Verfahren gefährden könnte. Die Vorverhandlung ist für Mitte Mai angesetzt.
Der 22-jährige Angeklagte Tyler Robinson ist in sieben Punkten angeklagt, darunter Mord unter erschwerenden Umständen, Zeugenbeeinflussung und Behinderung der Justiz. Die Tat ereignete sich am 10. September vergangenen Jahres auf dem Campus der Utah Valley University in Orem, wo Kirk im Rahmen einer Universitätsveranstaltung mit Studenten diskutierte. Laut Anklage gab Robinson einen Schuss vom Dach ab, der Kirk traf.
(reuters, max)