|   2026-02-03 14:35:49

Tusk lässt mögliche polnische Spuren in Epstein-Affäre prüfen

Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat die Bildung eines Analyseteams angekündigt, das mögliche polnische Verbindungen in der Affäre um den verstorbenen US-Finanzier Jeffrey Epstein prüfen soll. Auch ein Ermittlungsverfahren schloss er nicht aus.

Tusk erklärte, Staatsanwälte und Geheimdienste sollten alle öffentlich verfügbaren Dokumente „sehr detailliert“ analysieren. Bei Bedarf werde Polen auch die USA um Zugang zu bislang unveröffentlichten Akten bitten, sofern diese mögliche polnische Opfer oder weitere Spuren betreffen.

Auslöser sind neu veröffentlichte Unterlagen des US-Justizministeriums. Laut Tusk gebe es erste Hinweise auf Personen, die Epstein aus Krakau informiert hätten, dass eine Gruppe polnischer Frauen oder Mädchen bereitstehe. Zudem existierten weitere Spuren.

Der Regierungschef verwies auch auf Einschätzungen von Kommentatoren und Experten, wonach die Affäre möglicherweise eine „Honey Trap“ des sowjetischen Geheimdienstes KGB gewesen sein könnte. Eigene Belege dafür nannte er nicht.

Tusk betonte, sollte sich der Verdacht auf Missbrauch polnischer Kinder bestätigen, werde der Staat alles unternehmen, um Verantwortliche strafrechtlich zu verfolgen.

(max)