Neue EU-Behörde zur Bekämpfung von Geldwäsche ab 2028 voll funktionsfähig
Dies gab die Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche (AMLA) am Mittwoch bekannt, die in Frankfurt als erste europaweite Aufsichtsbehörde für illegale Finanzströme gegründet wird. Ihr Ziel ist es, auch auf neue Risiken wie Kryptowährungen oder „neue Zahlungskanäle” zu reagieren.
Ab 2028 wird die AMLA 40 Finanzinstitute in der EU, die als besonders risikoreich gelten, direkt beaufsichtigen. Die Agentur plant, die Methodik zur Risikobewertung im Jahr 2026 fertigzustellen, die Auswahl der zu beaufsichtigenden Unternehmen soll ein Jahr später folgen. Die AMLA gab gleichzeitig bekannt, dass sie ihr Ziel für 2025 bereits erreicht hat, da sie 120 der geplanten 432 Mitarbeiter eingestellt hat.
Die Gründung der Agentur wurde 2021 von der EU nach großen Geldwäscheskandalen vorgeschlagen, die Schwächen in den nationalen Kontrollsystemen aufgedeckt hatten. Die Vorsitzende der AMLA, Bruna Szego, erklärte, dass es sich um einen Übergang von fragmentierten nationalen Ansätzen zu einem einheitlichen, risikoorientierten System handele.
Die Agentur weist darauf hin, dass der Umfang der für Geldwäsche genutzten Kryptowährungen stark zunimmt, obwohl der Großteil der Terrorismusfinanzierung nach wie vor mit traditionellem Geld erfolgt.
(reuters, lud)