|   2026-02-07 07:36:44

Buhrufe und Proteste: Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele im Zeichen der Politik

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina geriet zu einer pompösen Hommage an Italien, legte jedoch gleichzeitig politische Spannungen frei, die weit über den Sport hinausreichen.

Im San-Siro-Stadion wechselten sich Ovationen und Buhrufe ab: Der amerikanische Vizepräsident J. D. Vance wurde verspottet, während die israelische Mannschaft an beiden Austragungsorten gegensätzliche Reaktionen hervorrief.

Die ukrainischen Sportler erhielten dagegen großen Rückhalt aus dem Publikum. Die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, Kirsty Coventry, appellierte an die Einheit und erinnerte daran, dass die Olympischen Spiele verbinden und nicht trennen sollen.

Ein starkes Symbol der Zeremonie war das erstmals vollzogene gleichzeitige Entzünden der beiden olympischen Feuer in Mailand und Cortina. Für zusätzliche Glanzpunkte sorgten ein Auftritt von Mariah Carey sowie eine Hommage an die italienische Mode und Kultur.

Trotz ihrer visuellen Wucht wurde die Zeremonie von Protesten in Mailand und chaotischen Zuständen rund um die Zufahrten nach Cortina begleitet. Schon der Auftakt deutete darauf hin, dass der Sport diesmal im Schatten größerer geopolitischer und gesellschaftlicher Konflikte stehen wird.

(reuters)