Geschlossene ukrainische Botschaft in Moskau wegen unbezahlter Stromrechnung verurteilt
Ein Moskauer Schiedsgericht hat die seit 2022 geschlossene ukrainische Botschaft in Russland zur Zahlung von mehr als 5,5 Millionen Rubel (umgerechnet rund 60.000 Euro) wegen ausstehender Stromkosten verurteilt. Das berichtete die kremlnahe Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Gerichtsakten.
Demnach gab das Gericht einer Klage der Moscow United Electric Grid Company statt, die unbezahlte Energierechnungen geltend gemacht hatte.
Brisant wirkt der Fall, weil die ukrainische Botschaft in Moskau seit Beginn der russischen Großinvasion im Februar 2022 geschlossen und nicht mehr in Betrieb ist.
Nach der Evakuierung russischer Diplomaten aus der Ukraine brach Kiew die diplomatischen Beziehungen ab und zog ebenfalls sein Personal ab.
Ob Vertreter der Ukraine an dem Verfahren beteiligt waren, geht aus den Berichten nicht hervor. Unklar ist auch, ob und wie ein mögliches Urteil gegen eine derzeit nicht operierende diplomatische Vertretung praktisch durchgesetzt werden könnte.
(mja)