Amoklauf in kanadischer Schule: Täter war Transgender-Person
Bei einem Amoklauf an einer Schule im kanadischen Tumbler Ridge in der Provinz British Columbia sind zehn Menschen ums Leben gekommen, mehr als zwei Dutzend weitere erlitten teils schwere Verletzungen. Jetzt wurde bekannt: Der 17-jährige Täter wollte als Frau leben.
Der Schütze tötete zunächst zwei Menschen in einem Wohnhaus, bevor er in die Tumbler Ridge Secondary School eindrang und dort weiterfeuerte. Insgesamt wurden sechs Opfer im Schulgebäude gefunden, ein weiteres starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Anschließend nahm sich der Täter offenbar selbst das Leben. Die Schule wurde abgeriegelt, eine Notfallwarnung beschrieb den Verdächtigen als „weibliche Person in einem Kleid mit braunen Haaren“.
Die Identität des Täters wurde inzwischen von Familienmitgliedern bestätigt: Jesse Strang, ein 17-Jähriger, der sich als transgender identifizierte. Er wurde bei der Geburt als männlich registriert, trat jedoch als Frau auf. Strang interessierte sich aufgrund der Jagdtradition der Familie für Schusswaffen und wurde als introvertiert beschrieben.
Sein Onkel Russell G. Strang bestätigte die Angaben in einem Interview. Die Geschlechtsumwandlung begann nach Familienangaben um 2023. Ein YouTube-Konto unter dem Namen „JessJessUwU“ zeigte die Transgender-Pride-Flagge sowie die Pronomen „she/her“. Ältere Fotos zeigten ihn als Jungen, neuere in femininer Kleidung. Ein Motiv ist bislang nicht bekannt.
Bei mehreren tödlichen Angriffen der vergangenen Jahre identifizierten sich Täter selbst als transgender oder nonbinär.
Beim Angriff auf eine katholische Schule und Kirche in Minneapolis im August 2025, bei dem zwei Kinder getötet und zahlreiche weitere Menschen verletzt wurden, bezeichneten Behörden den Täter als transgender.
Ein weiterer Fall ereignete sich 2023 an einer Grundschule in Nashville, wo sechs Menschen getötet wurden. Die Polizei erklärte, der Täter habe sich als transgender identifiziert.
Beim Anschlag auf einen Nachtclub in Colorado Springs im Jahr 2022 mit fünf Todesopfern erklärten die Verteidiger vor Gericht, ihr Mandant sei nonbinär.
Beim Schulangriff nahe Denver im Jahr 2019 identifizierte sich einer der beiden Täter als transgender.
Auch der Angriff auf ein Rite-Aid-Verteilzentrum im US-Bundesstaat Maryland im Jahr 2018 wurde Medienberichten zufolge von einem Täter verübt, der als transgender beschrieben wurde.